Philosophie
1. Was kann ich wissen (Geist / Logik) ?
Zitat: "Der Narr hält sich für weise, aber der Weise
weiss,
daß er ein Narr ist." - «Shakespeare, Wie es euch
gefällt»
Als Wissen bezeichnet man den Erkenntniszustand allgemeiner
intersubjektiv-vermittelter Sicherheit.
Wissen wird von Erfahrung, Erkenntnis, Gewißheit, Empfinden,
Meinen und Glauben abgegrenzt.
Wir unterscheiden zumindest drei Formen des Wissens: Wissen-Daß,
Wissen-Von und Wissen-Wie.
Bei der Frage „WAS KANN ICH WISSEN?“ übernimmt die
Vernunft drei Rollen. Sie ist die Angeklagte, der man vorwirft,
unberechtigte Erkenntnisansprüche zu erheben. Sie ist die
Verteidigerin, die sich Argumente zugunsten der Vernunftansprüche
überlegt. Vor allem ist sie die Richterin, die das Urteil
fällt, übrigens ein demokratisches Urteil, da es auf die
«Einstimmung freier Bürger» ankommt (O. Höffe).
1.1. Das Universum
Zitat:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber mit dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." - Albert
Einstein
Seit Einstein wissen wir dass wir in einer 4-dimensionalen
Raumzeit leben. Es ist Einsteins grosse Leistung zu erkennen dass,
neben dem 3-dimensionalen Raum, die Zeit die 4.Dimension ist. Die
Lösungen der Einsteinschen Feldgleichungen in
Robertson-Walker-Friedmann-Lemaitre-Metrik erlauben wiederum nur 3
mögliche Geometrien:
- sphärische Geometrie
- hyperbolische Geometrie
- euklidische Geometrie
ad.1) Die sphärische Geometrie ended im 'Big-Crash' (Universum
endet in
einem Punkt)
ad.2) Die hyperbolische Geometrie endet in einer beschleunigten
Expansion des Universum
ad.3) Die euklidische Geometrie endet mit einer asymptotischen
Annäherung an einen maximalen Radius
Im abendländischen Bild
vom Universum gibt es letztendlich nur eine einfache
Kernfrage:
'Ist unser
Universum endlich oder unendlich'
Dementsprechend ergibt sich für die Summe aller Möglichkeiten
(= Universum) eben eine endliche oder eine unendliche Menge von
möglichen Zuständen.
Unter Berücksichtigung des Olberschen
Paradoxons ergibt sich nur eine endliche Variante, also die
sphärische Geometrie.
1.2. Die Zahl 3 ist die Zahl Gottes
Die meisten Probleme lassen
sich auf nur drei Komponenten zurückführen zum Beispiel:
- Körper - Geist - Seele (der Mensch)
- Rot - Grün - Blau (Farbenlehre)
- Stabil - Labil - Indifferent (Gleichgewichtszustände)
1.3. Die Ursache aller Ursachen ist der Schöpfer
Präambel:
- Alles hat eine Ursache
- Es gibt keine unendliche Rekursion der Ursache der Ursache
- Also ist der Schöpfer ist die erste Ursache
2. Was ist der Mensch (Körper / Metaphysik) ?
Zitat: "Gott muss ein Maler sein, warum sonst haben wir so
viele Farben?" - Film: A Beautiful Mind - Genie und
Wahnsinn
2.1. Warum gibt es unser Universum
2.2.Warum gibt es mich als Mensch
2.3. Kann alles beliebig oft geteilt werden ?
3. Was darf ich hoffen (Seele / Ästhetik) ?
Zitat: "Es gibt nicht nur keinen Gott, sondern versuchen Sie
einmal am Wochenende einen Klempner zu finden" - Woody Allen
3.1. Transzendenz
- Das Geld wird uns ausgehen
- Die Resourcen werden uns ausgehen
- Die Zeit wird uns ausgehen
3.2. Die drei grössten Wunder der Schöpfung
- Das Wunder des Universums
- Das Wunder des Lebens - Tote Materie beginnt zu leben
- Das Wunder des Denkens - Lebende Materie beginnt zu Denken
3.3. Die Liebe
Zitat: "Die wichtigste
Entdeckung meines Lebens ! Nur in den rätselhaften Gleichungen der
Liebe kann man Logik finden." - Film: A Beautiful Mind - Genie und
Wahnsinn
4. Was soll ich tun (Zeit / Ethik) ?
Zitat: "Was Du nicht willst was dir man tuh, dass füg auch
keinem Andern zu" - Volksmund
4.1. Der Kategorische Imperativ
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ
Der kategorische Imperativ (kurz KI)
ist das grundlegende Prinzip der Ethik Immanuel
Kants.
Er gebietet allen endlichen vernunftbegabten Wesen und damit allen
Menschen, Handlungen darauf zu prüfen, ob sie einer
universalisierbaren Maxime folgen und ob dabei die betroffenen Menschen
je auch in ihrer Selbstzweckhaftigkeit berücksichtigt werden. Der
Begriff wird in Kants 'Grundlegung zur Metaphysik der Sitten'
entwickelt .
- Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen
kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
- Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in
der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals
bloß als Mittel brauchst.
- Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen
zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte.
- Demnach muß ein jedes vernünftige Wesen so handeln,
als ob es durch seine Maximen jederzeit ein gesetzgebendes Glied im
allgemeinen Reiche der Zwecke wäre.
4.2. Der Zeitzauberer
Das Zeitempfinden ist relativ und so empfinden wir das in der Kindheit
kaum die Zeit vergeht, hingegen im Alter verrinnt die Zeit wie im
Fluge. Erst wenn man zeitlos glücklich ist kann man das Leben
wirklich in vollen Zügen genissen.
In der Kindheit wartet man förmlich auf die Zeitpunkte:
- Wann darf ich in die Schule
- Wann darf ich endlich Radfahren
- Wann darf ich endlich ins Kino gehen
- u.s.w.
Im Berufsleben wir man dann mehr und mehr vom Zeitstress geplagt und
ein Termin jagt den Anderen (beruflich und privat). Endlich nach vielen
Jahren geht man dann in Pension und der berufliche Stress fällt
weg und trotzdem haben die heutigen Pensionisten keine Zeit mehr, da
Sie auch privat von Termin zu Termin hetzten.
4.3. Der freie Wille
Der Freie Wille ist eine Bezeichnung für den Willen eines Wesens,
den dieses Wesen selbst und frei bestimmt. Der freie Wille wird selbst
bestimmt, weil ein Wesen seine Entscheidung allein aus sich selbst
heraus, ohne Kontrolle von außen wählt, und er wird frei
bestimmt, weil ein Wesen mehr als nur eine Möglichkeit hat, seinen
Willen zu bestimmen. Da der Wille die eigenen Handlungen bestimmt, sind
somit die Handlungen eines Wesens mit freiem Willen auf dieses selbst
zurückzuführen. Diese Freiheit des Willens nennt man
Willensfreiheit.
Das Gegenkonzept zum freien Willen, und den damit verbunden freien
Handlungen, ist der "unfreie Wille", und aus diesem resultierende
unfreie Handlungen sind per Definition in irgendeiner Weise jemandem
oder etwas anderem zuzuschreiben. Der Begriff "zuzuschreiben" ist
unbestimmt, und lässt, wie der Begriff des freien Willens selbst,
eine Vielzahl von Interpretationen zu. Wegen dieser Unbestimmtheit wird
die Brauchbarkeit des Konzeptes freier Wille teilweise in Frage
gestellt.
Das kontradiktorische Gegenteil des freien Willens ist der Zwang. So
ist z.B. ein Nikotin-Süchtiger unfrei in seinem Willen, sich eine
Zigarette anzustecken; ein großer Akt des freien Willens hingegen
wäre es, das Rauchen aufzugeben. Die Interpretation von freiem
Willen als Gegenteil von Zwang ist ein hilfreicher und anschaulicher
Ansatz, besonders dann, wenn es um juristische Probleme geht.
Ist der freie Wille also eine Mischung, aus Veranlagung, Erziehung,
Beeinflussung und Fähigkeit:
- Gene
- Erziehung
- Umwelt
oder:
Kompatibilismus, auch "weicher Determinismus" genannt, ist eine
Theorie, nach der freier Wille und Determinismus miteinander vereinbar
sind. Einer der bekanntesten Vertreter ist David Hume. Nach Hume
bedeutet "freier Wille" nicht die Fähigkeit, unter exakt gleichen
inneren und äußeren Bedingungen jeweils eine andere
Entscheidung treffen zu können. Vielmehr versteht er darunter eine
hypothetische Fähigkeit, eine andere Entscheidung treffen zu
können, wenn der Mensch psychologisch durch andere Wünsche
oder Überzeugungen anders disponiert gewesen wäre. Laut Hume
werden alle freien Handlungen durch Entscheidungen verursacht, die
aufgrund von Wünschen, Überzeugungen und
Charaktereigenschaften getroffen werden. Er grenzt sich von Immanuel
Kant ab, der davon ausgehe, dass der freie Wille auf geheimnisvolle
Weise durch sich selbst verursacht würde. In Humes Vorstellung von
Determinismus gibt es zwar einen Entscheidungsprozess, dieser wird
jedoch bestimmt durch eine Kausalkette von Ereignissen. Demnach ist
beispielsweise ein Mensch, der sich "frei" entscheidet, Wikipedia zu
unterstützen, "determiniert" durch Bedingungen, die bereits
vorhanden waren, als die Entscheidung getroffen wurde.
Inkompatibilismus ist die entgegengesetzte Sicht, dass freier Wille und
Determinismus inkompatibel sind. Die "pessimistische" Version, zuweilen
"harter Determinismus" genannt, besagt, dass weder Determinismus noch
Indeterminismus einen freien Willen zulassen. Nach Humes oben genannter
Auffassung gibt es keinen freien Willen ohne Determinismus. Hingegen
geht die inkompatibilistische Position davon aus, dass "freier Wille"
sich auf echte (absolute, ultimative) alternative Möglichkeiten
von Wünschen, Überzeugungen oder Handlungen bezieht und dass
solche Möglichkeiten in kompatibilistischen Definitionen nicht
vorkommen. Nur diese absolute Auffassung von Freiheit verträgt
sich demnach mit der Vorstellung individueller Verantwortung.
Kompatibilisten entgegnen, dass solche absoluten alternativen
Möglichkeiten ihre Ursache nur im Zufall haben können, was
die Verantwortlichkeit des Einzelnen verringere.
Es gibt Auffassungen, die nicht so leicht zu kategorisieren sind. Im
Libertarismus wird die Position vertreten, dass die Erfahrung des
freien Willens eine nicht-deterministische Welt voraussetze. Einige
Vertreter dieser Anschauung gehen von einem Determinismus in der
"physikalischen" Welt aus, postulieren jedoch, dass es für
"geistige" Ereignisse keine Begrenzungen gibt.
4.4. Resume
Alles was ist hat einen Sinn. Alles was geschieht hat eine Ursache.
Nichts geschieht ohne Grund.
Der Sinn des Lebens liegt in den Aufgaben und Anforderungen die es an
uns stellt. Konnten wir ihnen gerecht werden, dann haben wir den Sinn
des Lebens erfüllt.
(C)
Copyright - Peter H. Michalicka - 2009